Die Faustball-Männer starten mit einem überzeugenden 5:2-Erfolg beim TV Vaihingen/Enz erfolgreich in die Hallensaison.
Am Halloween-Abend letzten Samstag traten die Bundesliga-Faustballer des TSV Calw zwar nicht als Schreckgespenster in der Kaltensteinhalle des TV Vaihingen an der Enz auf. Wohl aber als übermächtiger Gegner, der – abgesehen vom ersten Satz – die Heimmannschaft sicher im Griff hatte.
TV Vaihingen/Enz – TSV Calw 2:5 (11:6, 8:11, 4:11, 4:11, 13:11, 3:11, 8:11)
Wenn diese beiden Teams in den letzten zehn Bundesliga-Jahren aufeinandergetroffen sind, waren meist enge und spannende Duelle vorprogrammiert. Diesmal nicht. Der TV Vaihingen/Enz, in den 2000er und 2010er Jahren ein in allen Altersklassen erfolgreicher Verein, hat an Stärke eingebüßt. Von der goldenen Generation stehen noch Jakob Kilpper und Jaro Jungclaussen in der Mannschaft und mit Tobias Maurer (ehemals TV Waibstadt) ein weiterer aktueller Vertreter des deutschen Nationalkaders, doch zumindest im Angriff ist der TSV Calw mit den erfahrenen Raphael Schlattinger und Markus Kraut stärker besetzt als die Vaihinger mit Andreas und Michael Knodel. Das war auch in diesem Spiel entscheidend.
Im ersten Satz aber gaben die Vaihinger vor allem mit Andreas Knodel in der Angabe das Tempo vor und begeisterten ihr Publikum, während die Calwer noch behäbig und spannungslos wirkten. In der Folge konnte der TVV das hohe Spielniveau aber nicht mehr halten. Das hohe Risiko in den Angaben mündete in einer steigenden Fehlerquote. Die Calwer Abwehr mit Marco Stoll, Ricardo Lebherz und Zuspieler Nick Stoll kam hingegen auf Touren und brachte ihre Angreifer in Stellung. So gingen die drei folgenden Sätze deutlich an die „Löwen“. Zwischenzeitlich wechselte TSV-Trainer Thomas Stoll auch Philipp Kübler (für Marco Stoll) ein, der berufsbedingt die letzten Trainingseinheiten verpasst hatte.
Im fünften Durchgang bäumte sich die Heimmannschaft bei 8:10-Rückstand noch mal auf, wehrte drei Satzbälle ab und verkürzte auf 2:3 Sätze. Das schien die Calwer nur anzutreiben, die nun mit großer Spielfreude alles im Griff hatten und sicher gewannen.
„Das war ein guter, solider Auftritt meiner Mannschaft“, freute sich Coach Thomas Stoll nach getaner Arbeit. „Wir haben fast gar keine vermeidbaren Fehler gemacht und unsere langen Schuss-Zuspiele kamen super. Das haben wir zuletzt intensiv trainiert, denn mit Raphael Schlattinger haben wir aus dem Schuss eine hohe Ballgewinnquote. Die Blockarbeit von Markus Kraut war ebenfalls hervorzuheben.“ Auch Nick Stoll zeigte sich „mit dem Ergebnis zufrieden. Das erste Punktspiel in der Halle ist immer schwierig, die Abläufe sind anders als auf Rasen und die Vorbereitung war berufsbedingt schwierig.“
Nach dem gelungenen Auftakt können die Calwer nun die Konkurrenz beobachten, denn für sie geht es erst nach längerer Pause weiter. Aber wie: am Donnerstag, 26. November (20 Uhr) tritt die seit Jahren dominierende Supermannschaft des TSV Pfungstadt in der Walter-Lindner-Sporthalle auf. Zwei Tage später (19 Uhr) kommt es, ausnahmsweise in der Stammheimer Gemeindehalle, zum Derby mit dem TV Waldrennach.


Alle Fotos (c) Bernhard Kaiser