Mit Schwung in die Hallenrunde

Mit Schwung in die Hallenrunde

Die Bundesliga-Faustballer des TSV Calw sind gut vorbereitet und treten ambitioniert beim starken TV Vaihingen/Enz an.

Mit einem schweren Auswärtsspiel beginnt am Samstag um 19 Uhr die neue Hallenrunde der 1. Bundesliga Süd für die Faustballer des TSV Calw. Das Sehnsuchtsziel der „Löwen“ ist die Endrunde um die deutsche Meisterschaft, die Ende Februar in der Scharrena stattfinden wird. Die ins Stadion des VfB Stuttgart integrierte Halle war schon im letzten Winter der Schauplatz einer begeisternden Meisterschaft. Um die Chancen zu erhöhen, in diesem Jahr in Bad Cannstatt dabei zu sein, wäre ein Sieg beim TV Vaihingen/Enz viel wert. „In Vaihingen spielen allein drei Nationalspieler, es wird also alles andere als einfach“, weiß der Calwer Trainer Thomas Stoll.

Der Liga-Modus sieht für die jeweils neun Vereine in den Bundesligastaffeln Nord und Süd eine einfache Hinrunde vor. Der Tabellenletzte steigt dann direkt ab, die Plätze 5 bis 8 ermitteln in den Play-downs einen weiteren Absteiger. Der TSV Calw, seit zehn Jahren im Liga-Oberhaus, will damit auch diesmal nichts zu tun haben. „Die Play-offs der Top-4 sind unser Ziel, und diesmal nicht unbedingt nur als Vierter“, legt Thomas Stoll die Latte hoch. Hintergrund ist, dass es im Play-off dann über Kreuz gegen die Nordklubs geht. Die Ersten der Staffeln treffen auf die Vierten der anderen Staffel und die jeweiligen Zweiten auf die Dritten. Wer nach Hin- und Rückspielen siegt, darf in Stuttgart um Edelmetall spielen.

Letzte Saison musste Calw als Süd-Vierter gegen Nordprimus TV Brettorf ran, gewann das Hinspiel zuhause zwar, unterlag aber im Rückspiel mit Entscheidungssatz. Das soll dieses Mal anders werden. Je besser das Abschneiden in der Südstaffel, desto „einfacher“ der Gegner. Die Aussichten in Calw sind jedenfalls nicht übel, denn die bewährte, eingespielte Formation bleibt identisch. Raphael Schlattinger und Markus Kraut bilden den Angriff, für Abwehr und Zuspiel schöpft Thomas Stoll aus einem Quintett erfahrener Bundesliga-Cracks: Philipp Kübler, Nick Stoll, Leandro Schmidberger, U21-Weltmeister Ricardo Lebherz und Marco Stoll stehen bereit.

Die Aufsteiger TV Eibach 03 aus Nürnberg und NLV Vaihingen aus der Landeshauptstadt sollten den Hessestädtern eher nicht gefährlich werden. Weitere Wettbewerber sind der TV Neugablonz aus Kaufbeuren und der TV Waldrennach. Heißeste Play-off-Anwärter neben Calw sind natürlich Serienmeister TSV Pfungstadt, der TV Stammheim aus Stuttgart, der TV Vaihingen/Enz und der TV Oberndorf.

Starke Leistungen präsentierte die Mannschaft im Vorfeld, sie gewann erst das stark besetzte Vorbereitungsturnier beim Aufsteiger NLV Vaihingen in Stuttgart und am Sonntag nun auch in Schweinfurt, wo Gastgeber TV Oberndorf im Finale mit 2:1 Sätzen bezwungen wurde. Diese Frühform sollten die Calwer nach Vaihingen/Enz mitnehmen. Bis zu den ersten Heimauftritten müssen Fans allerdings noch warten: Am Donnerstag, 26. November, ist der TSV Pfungstadt zu Gast in der Walter-Lindner-Sporthalle, am 28. November steigt dann das Derby gegen Waldrennach – ausnahmsweise in der Gemeindehalle Calw-Stammheim.

Foto: Uwe Spille

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